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Nichtschwimmer - eine Zeitbombe Drucken E-Mail

 

Sportfunktionäre, Lebensretter und Betreiber von Bädern beklagen, dass immer weniger Jugendliche schwimmen können - und sich dadurch in tödliche Gefahr begeben.

Hier tickt eine Zeitbombe", sagt Rüdiger Steinmetz, Präsident des Bundesfachverbands Öffentliche Bäder (Quelle WDR): Mit der Zahl der Nichtschwimmer steige auch die Zahl der Ertrunkenen.

2003 ertranken in Deutschland 644 Menschen, fünf Jahre zuvor waren es noch 477. Laut Deutschem Schwimm-Verband liegt bei Kindern unter 14 Jahren der Prozentsatz der Nichtschwimmer inzwischen "bei erschreckenden 33,9 Prozent".

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) stellte fest, dass hingegen von den Erwachsenen nur 23 Prozent nicht schwimmen können. Zudem registriert die DLRG seit Jahren "massive Rückgänge" bei Schwimm- und Rettungsprüfungen. Die Lebensretter machen die zunehmende Schließung von Bädern dafür verantwortlich.
Zudem werde der Schwimmunterricht in Schulen vernachlässigt. In Grundschulen mit schwierigem sozialen Umfeld und hohem Ausländeranteil sei oft nur ein Fünftel der Kinder fit fürs tiefe Wasser, so Bäder-Präsident Steinmetz: "Viele können nicht schwimmen und trauen es sich doch zu."

 

 
 
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