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BvAP- Stellungnahme zu Schwimmskandalen Drucken E-Mail

 

In seiner letzten Sitzung befasste sich das BvAP-Präsidium mit der Situation und erklärt dazu folgendes:

 

Das BvAP-Präsidium lehnt zunächst jegliche Zensur ausdrücklich ab und stellt daher den beanstandeten Text auf seiner Homepage www.bvap.de in ungekürzter Form zur Verfügung. Reaktionen sind selbstverständlich erwünscht.

Die bayerische DSV-Jugendwartin sah sich in Bad Gögging durch einen nahezu identischen Vortrag zur Anregung engerer Kontakte veranlasst. Der hier beanstandete Text stammt vollständig aus der durch die SIGNAL IDUNA- Versicherung gesponserten Broschüre „Schwimmunterricht auf den Kopf stellen“, bei der es sich wiederum um einen Extrakt aus dem Buch „Aquapädagogik – früh, sicher und vielseitig schwimmen!“ von Uwe Legahn handelt.

Inhalte, Stil und Sprache diverser gleichlautender Vorträge und Veröffentlichungen im In- und Ausland sind je nach Standort und Zugehörigkeit der Zuhörer bislang selten ohne anschließende, sicherlich nicht immer einheitliche Reaktionen geblieben.

Praktiker sehen hier durchweg eine überfällige und realistische Initiative zur Verbesserung des Schwimmunterrichts. Im Hinblick auf die klaren Vorteile der lange bewährten Aquapädagogik und der möglichen schnellen Steigerung der Kindersicherheit verbinden sie das oftmals mit der Forderung, noch sehr viel deutlicher und schärfer zu argumentieren.

Dagegen drängt sich speziell in den höheren Funktionärsebenen – durchaus im Einklang mit diversen anderen gesellschaftlichen Bereichen – zunehmend der Eindruck eines ebenso gängigen wie durchschaubaren Prozesses auf:

Wird man mit Kritik konfrontiert, ersetzt man die inhaltliche Auseinandersetzung durch eine besonders penible Prüfung sämtlicher Stilfragen. Die einfachen Formeln: Was nicht von einer Hochschule mit umfangreichem Zahlenmaterial belegt wird, taugt von vornherein nichts, was nicht völlig weichgespült und schwammig unter diplomatischem Feinschliff verborgen wird, ist niveaulos, was offen benannt wird oder gar mit ein wenig Ironie und Provokation garniert ist, gilt schnell als strafrechtsrelevant!

Die Taktik brachte bereits viele Kritiker dauerhaft zum Schweigen, eignet sich zweifellos als sanftes Ruhekissen und bewahrt meist die gute Chance, die auf diese Art erfolgreich ignorierten Neuerungen später als Eigenprodukt darstellen zu können. Doch wird man damit den nächsten Schwimmgenerationen gerecht?

Abseits dünnhäutiger Funktionäre urteilen unabhängige, professionelle Fachleute deutlich gelassener und differenzierter. Die Deutsche Schwimmtrainervereinigung –DSTV druckte Uwe Legahns weitgehend identischen Vortrag zur DSTV Jahrestagung 2007 in Braunschweig unzensiert im Band 28 seiner Schriftenreihe „Schwimmen lernen und optimieren“ ab. Die Rezension Ralf Beckmanns, von 2002 bis 2006 DSV-Schwimmnationaltrainer, lautet:

• „In dem Buch „Aquapädagogik“ wird nicht nur das Schwimmenlernen im Vorschulalter propagiert und begründet, sondern insbesondere die Bedeutung vielseitiger Bewegungserfahrung – hier im Medium Wasser - für eine positive und gesunde Entwicklung von Kindern dargestellt.

• Es wird eindrucksvoll der Nachweis geliefert, dass Kinder bereits im Vorschulalter, losgelöst von gezieltem „Leistungsdenken“, eine gesicherte Schwimmfähigkeit erwerben können.

• Auch vor dem Hintergrund der Faktenlage, dass an vielen Schulen erst (zu spät) im 3. Jahrgang, anstatt direkt nach der Einschulung, mit dem Schwimmlernen begonnen wird, kommt den dargestellten Erkenntnissen und Aussagen in diesem Buch eine besondere Bedeutung zu.

• Nicht zu unterschätzen ist auch der aus einer frühen Schwimmausbildung resultierende Zugewinn an Sicherheit für Kinder im Umgang mit dem Medium Wasser.

• Mit dem Buch ist es gelungen, die vermeintliche „Gefahrenquelle Wasser“ eher als eine Chance zu sehen, Kindern bereits im Vorschulalter einen attraktiven Bewegungs- und Erlebnisraum anzubieten, der bei richtiger Nutzung die Persönlichkeitsentwicklung fördert und damit den Kindern nicht nur mehr Sicherheit im Wasser vermittelt sondern auch im täglichen Leben.“

Das BvAP-Präsidium wird seinen Weg zur Steigerung der Kindersicherheit durch innovative Fortentwicklung der Schwimmausbildung weiterhin verfolgen und dabei wenn nötig auch kritisch und unbequem agieren. Das sind wir unseren Kindern schuldig!

 
 
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