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Rein wollen Sie alle. Manche sind immer auf dem Sprung, andere nähern sich dem Wasser erst mal mit Respekt, aber letztlich ist Planschen für jedes Kind eine tolle Abwechslung vom trockenen Alltag.
Mit dem Badespaß ist es ähnlich wie mit der Musikalität - er ist von Geburt an da. Absaufen kann er nur durch negative Erfahrungen.

 

Damit es nicht so weit kommt, können kleine Kinder seit einigen Jahren in speziellen Kursen positive Wasser-Erlebnisse sammeln. Die Kurse heißen Wassergewöhnung oder "Kleinkind-Schwimmen" und schließlich die Lücke zwischen Babyschwimmen und dem Seepferdchen-Training, in dem Kinder frühestens ab vier Jahren das Brustschwimmen lernen.

Die Münchener Schwimmlehrerin Petra Franz zum Beispiel bietet eine spielerische Wassergewöhnung für Kinder zwischen eineinhalb und drei Jahren an, mit maximal sieben Kindern pro Gruppe. Dort darf jeder erst mal machen, was er sich traut: bei Mama auf dem Arm plantschen, sich am Beckenrand festhalten oder sich mit Schwimmscheiben treiben lassen.
Mutter oder Vater ist immer in der Nähe, denn Sicherheit geht über alles. Die Übungen zu Anfang des Kurses leben auch vom engen Körperkontakt zwischen Kind und Erwachsenen.
Das Vertrauen der Ein- und Zweijährigen in ihren Körper wächst mit jeder der halbstündigen Kurseinheiten. Bald springen sie ins Wasser und lassen Mama oder Papa für ein paar Sekunden los. Zum Beispiel, wenn Gummibärchen auf dem Beckenrand darauf warten, von einem mutigen Strampler geschnappt zu werden.

Die Sicherheit, die Kinder durch Zwei-Sekunden-Tauchgänge und andere Erfolgserlebnisse gewinnen, ist unbezahlbar - beim Schwimmbadbesuch wie im Sommerurlaub am Meer. Denn: Normalerweise machen Kinder, die unvorbereitet ins Wasser plumpsen, steif und gehen unter - was die Rettung natürlich erschwert. Sind sie jedoch ans Wasser gewöhnt, bleiben sie locker und tauchen wieder auf. Die kleinen Schüler von Petra Franz können nach der Wassergewöhnung zwar noch nicht Schwimmen, aber sie können sich an den Beckenrand retten.
Am Ende des Kurses haben sie gelernt, mit einfachen Schwimmbewegungen von einem Punkt zum anderen zu kommen (mit und ohne Schwimmhilfen), dabei kleine Gegenstände zu transportieren, allein ins Wasser zu springen und zu tauchen. Die meisten tauchen sogar ohne Erwachsene ab - und halten dabei automatisch die Luft an und die Augen auf.

Die Ältesten im Kurs sind sogar schon in der Lage, sich etwas länger über Wasser zu halten, indem sie ruhig auf dem Rücken  liegen und "toter Mann" spielen. Raus aus dem Wasser will eigentlich nie einer.

Tipp der Redaktion: Wer mehr über Kleinkinderschwimmen lesen möchte, kann das in dem Buch "Im Wasser zu Hause" von Uwe Legahn . Es ist im AquaCreation Verlag erschienen und kostet mit Videokassette 39,88 Euro, ISBN 3-00-5806-0. Zu Bestellen über www.aquacreation.de


Quelle, Text und Bilder - Eltern 3/2002 - Oliver Steinbach

 
 
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